Mittwoch, 2. März 2016

Cashew- mehr als eine Nuss

Botanisches Highlight war eine kleine Wanderung auf Phi Phi Island durch eine Cashew- Plantage mit noch unreifen Früchten. Eine halbwegs reife habe ich auf dem Weg gefunden, sie erinnert in ihrem Aussehen.... nun, an das, was die Katze übrig lässt, wenn sie eine Maus gefressen hat. Kein Wunder, wird der Cashew- Baum auch "Nierenbaum" genannt. Die Nüsse selbst sind vollgestopft mit allen möglichen Vitaminen und Folsäure, also extrem gesund. Allerdings sollte man es tunlichst vermeiden, die Nussschale von Hand zu öffnen!

(Die eigentliche Nuss ist das Anhängsel eines "Scheinäpfelchens", welches zu Saft und Marmelade verarbeitet werden kann.  Rechts: Cashew- Baum. Quelle: Internet)

(Unreife Nüsse mit Blatt)

In ihr ist das extrem ätzende Anacardöl enthalten.
Dieses kann vor dem öffnen der Nüsse zum Beispiel durch Kochen zerstört werden.
Das es sich bei dem Anacardöl aber auch um einen technisch wichtigen Rohstoff handelt, wird es, zumindest bei Verarbeitung im grösseren Massstab, aus dem Nusmantel extrahiert.

Wenn die Gummibaumdeva uns Latex für Autoreifen schenkt (siehe Post "In der Kautschuk
Plantage") , dann gibt die Cashew- Deva den ihrigen Teil dazu: Das Schalenöl spielt eine wichtige Rolle bei der Polymerisation von Kunsttsoffen, mit denen u.a. die Bremsbelege von Fahrzeugen beschichtet werden.

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